Ab dem nächsten Reformprozess stehen im Wahlpflichtbereich zwölf Schwerpunktfächer sowie Ergänzungsfächer zur Auswahl. Die bisherigen Maturitätsprofile entfallen, und die jetzigen Profile der Zürcher Gymnasien werden umgestellt.
Die zentralen Schwerpunktfächer im Überblick:
- Medien, Identität und Kommunikation
- Sprache und Kultur (Auswahl zwischen Italienisch oder Spanisch)
- Sprache und Philosophie (Latein)
- Naturgesetze und mathematische Strukturen
- Engineering
- Life Sciences
- Geopolitik
- Wirtschaft, Recht und Gesellschaft
- Philosophie, Pädagogik und Psychologie
- Kunst und Design
- Musik und Performance
Zusätzliche Optionen im Bereich Sprachen:
- Sprache und Kultur mit Französisch, Russisch
- Sprache und Philosophie mit Griechisch
Wahl der Schwerpunktfächer:
- Am Langgymnasium wählen Schülerinnen und Schüler das Profil/Schwerpunktfach bereits ab der 3. Klasse.
- Am Kurzgymnasium erfolgt die Wahl direkt beim Schuleintritt.
Ziel der Reform ist eine einheitliche kantonale Rahmenstundentafel und eine bessere Vergleichbarkeit der Abschlüsse, während der Druck durch unveränderte Gesamtlektionen im Obergymnasium (268 Semesterlektionen) möglichst gering bleibt.
Umfang und Umsetzung:
Das neue Fächerangebot wird ab Schuljahr 2029/2030 an den meisten Zürcher Mittelschulen eingeführt; das Liceo Artistico und die Kunst- und Sportklassen der Kantonsschule Rämibühl starten bereits 2028/2029.
Zudem sollen in den neun Angebotsregionen Mittelschulen alle zwölf Schwerpunktfächer anbieten. So sollen lange Anreisewege verhindert werden.
Wirtschaft und Recht sowie Informatik werden durch diese Reform ausserdem zu Grundlagenfächern. Als zweite Landessprache kann Französisch oder Italienisch gewählt werden; Englisch gilt künftig als dritte Sprache.
Note
Die Reform strebt eine bessere Vergleichbarkeit der Abschlüsse an und gewährleistet gleichzeitig regionale Flexibilität bei der Schwerpunktwahl.
(Juli 2026)
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