Ist die Probezeit im Gymnasium anspruchsvoller als die Aufnahmeprüfung? - studypeak

Ist die Probezeit im Gymnasium anspruchsvoller als die Aufnahmeprüfung?

Ja, innerhalb einer Testperiode kann die Multicheck-Eignungsanalyse zweimal pro Berufsfeld durchgeführt werden. Es gibt keine Mindestwartezeit zwischen den Tests, allerdings wird das Ergebnis des ersten Tests auf dem Zertifikat des zweiten Tests vermerkt, wenn sie im selben Jahr stattfinden.

Die Multicheck-Eignungsanalyse bewertet, ob die Bewerber die akademischen und intellektuellen Anforderungen für das gewünschte Berufsprofil erfüllen. Eine Punktzahl unter dem Eignungswert von 40 kann den Ausbildungserfolg erschweren, aber die endgültige Entscheidung über die Zulassung liegt beim Ausbildungsbetrieb.

Datum: 

Donnerstag, 02. Mai 2024

Zeit: 

ab 15:00

Adresse: 

Strassemnummer 81, 0000 Ort

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Wer den Schritt ans Gymnasium wagt, denkt oft, dass die grösste Hürde bereits hinter ihm liegt, sobald die Aufnahmeprüfung bestanden ist. Wochen- oder sogar monatelang wird gelernt, alte Prüfungen werden gelöst und Nachhilfe besucht. Doch viele Schülerinnen und Schüler merken schon nach den ersten Wochen im Gymnasium: Die eigentliche Herausforderung beginnt erst jetzt. Die Probezeit verlangt nicht nur Fachwissen, sondern auch Disziplin, Ausdauer und die Fähigkeit, sich langfristig immer wieder aufs Neue zu organisieren. Genau deshalb ist sie für viele anspruchsvoller als die Aufnahmeprüfung selbst. 

Die Aufnahmeprüfung ist ein klar definiertes Ziel 

Die Aufnahmeprüfung hat einen entscheidenden Vorteil: Man weiss genau, worauf man sich vorbereiten muss. Die Prüfungsfächer sind bekannt, der Stoff ist begrenzt und es gibt zahlreiche Übungsaufgaben sowie Vorbereitungskurse. Viele Schülerinnen und Schüler können sich mehrere Monate gezielt auf diesen einen Termin vorbereiten. 

Die Probezeit dauert Monate 

Im Gegensatz dazu zieht sich die Probezeit über mehrere Monate, ein ganzes Semester lang. Statt einer einzigen Prüfung müssen Schülerinnen und Schüler konstant gute Leistungen erbringen. Jede Prüfung, jede mündliche Mitarbeit und teilweise sogar Hausaufgaben fliessen in die Noten ein. 

Ein schlechter Tag kann passieren. Problematisch wird es jedoch, wenn mehrere schwächere Leistungen zusammenkommen. Während man sich auf eine Aufnahmeprüfung gezielt vorbereiten kann, verlangt die Probezeit dauerhaft Konzentration und Einsatz. 

Das Lerntempo steigt deutlich 

Ein weiterer Unterschied ist das Tempo. Im Gymnasium wird neuer Stoff oft wesentlich schneller behandelt als in der Sekundarschule. Lehrpersonen setzen voraus, dass Inhalte selbstständig nachgearbeitet werden und nicht jedes Detail mehrfach erklärt werden muss. 

Wer den Anschluss einmal verliert, merkt schnell, wie schwierig es ist, wieder aufzuholen. Neue Themen bauen häufig direkt auf den vorherigen auf. Deshalb reicht kurzfristiges Auswendiglernen meist nicht aus. Selbstständigkeit wird hier zur Voraussetzung. Lernzeiten müssen selbst geplant, Prüfungen organisiert und mehrere Fächer gleichzeitig vorbereitet werden.  

Zeitmanagement wird dadurch fast genauso wichtig wie fachliches Können. Wer seine Aufgaben aufschiebt oder den Überblick verliert, gerät schnell unter Druck und schliesslich ins Straucheln. 

Die psychische Belastung ist höher 

Viele unterschätzen auch den mentalen Aspekt der Probezeit. Der Gedanke, dass jede Note entscheidend sein könnte, begleitet Schülerinnen und Schüler über Wochen hinweg. Zusätzlich kommt dazu, dass man vorher vielleicht immer sehr gut in der Schule war, jetzt aber mit vielen anderen, die auch gut waren, in eine Klasse kommt. Das kann zu weniger guten Noten und Frustration führen. Das erzeugt  schliesslich einen konstanten Leistungsdruck, besser zu werden und die Probezeit zu bestehen. 

Nach einer misslungenen Aufnahmeprüfung kann man sich gezielt auf einen zweiten Versuch vorbereiten. Während der Probezeit hingegen läuft der Unterricht weiter. Es bleibt kaum Zeit, Rückschläge zu verarbeiten, bevor bereits die nächste Prüfung ansteht. 

Nicht nur Wissen entscheidet 

Die Probezeit prüft weit mehr als mathematische oder sprachliche Fähigkeiten. Erfolgreich sind oft diejenigen, die regelmässig lernen, organisiert arbeiten und auch in stressigen Phasen ruhig bleiben. 

Diese Kompetenzen lassen sich nicht innerhalb weniger Wochen aufbauen. Sie entstehen durch Gewohnheiten und konsequentes Arbeiten. Genau deshalb scheitern manche Schülerinnen und Schüler trotz bestandener Aufnahmeprüfung an der Probezeit. 

Nachhilfe endet nicht mit der Aufnahmeprüfung 

Viele verbinden Nachhilfe ausschliesslich mit der Vorbereitung auf die Gymnasium-Aufnahmeprüfung. Tatsächlich kann sie aber auch während der Probezeit einen grossen Unterschied machen. Der Unterricht wird anspruchsvoller, das Lerntempo steigt und viele Schülerinnen und Schüler müssen sich erst an die neue Arbeitsweise gewöhnen. 

Nachhilfe dient in dieser Phase oft nicht nur dazu, Wissenslücken zu schliessen. Genauso wichtig sind das Erarbeiten von Lernstrategien, eine bessere Organisation des Schulalltags und die gezielte Vorbereitung auf Prüfungen. Gerade in den ersten Monaten kann eine regelmässige Unterstützung helfen, den Anschluss nicht zu verlieren und Stress zu reduzieren.  

Auch der Kanton Zürich weist darauf hin, dass Gymnasien Schülerinnen und Schüler in der Probezeit zunehmend mit Coaching und Aufgabenhilfen unterstützen, um den Übergang zu erleichtern. Das zeigt, dass Unterstützung nach der Aufnahmeprüfung keineswegs ungewöhnlich ist, sondern ein wichtiger Erfolgsfaktor sein kann.  

Conclusion 

Die Aufnahmeprüfung öffnet zwar die Tür zum Gymnasium, doch die Probezeit entscheidet darüber, ob man dort bestehen kann. Während die Prüfung eine einmalige Leistung verlangt, fordert die Probezeit über Monate hinweg konstante Leistungen, Selbstorganisation und Durchhaltevermögen. 

Wer das Gymnasium erfolgreich absolvieren möchte, sollte die Aufnahmeprüfung deshalb nicht als Endziel betrachten, sondern als ersten Schritt. Der eigentliche Erfolg beginnt erst danach, mit regelmässigem Lernen, guter Planung und der Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. 

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