Viele glauben, dass das Gymnasium der einzige Weg ist, wenn man später studieren möchte. Dies entspricht jedoch nicht der Wahrheit, denn auch mit der Berufsmaturität (BMS) ist man zu einem Studium an einer Fachhochschule zugelassen. Dies ist genauso ein Studium mit Abschlüssen, wie das an der Universität. In diesem Artikel erklären wir euch, warum die BMS genauso sinnvoll für ein Studium und in einigen Fällen sogar noch sinnvoller ist, als der Weg übers Gymi.
1. Direkter Praxisbezug
Im Gegensatz zum Gymnasium, wo nur theoretisches Wissen vermittelt wird, bietet die Berufsmatur eine Kombination aus Theoriewissen und praktischer Erfahrung. Die BMS kann nur in Kombination mit einer Lehre absolviert werden. Dadurch sammelt man schon früh Berufserfahrung, welche auf dem Arbeitsmarkt genauso gefragt ist, wie theoretisches Wissen. Man lernt bereits, wie der Arbeitsalltag in einem Unternehmen funktioniert, und sammelt praktisches Wissen, welches im Unterricht nur schwer zu vermitteln ist. Schliesst man die BMS ab, hat man nicht nur eine Berufsmaturität (BM), sondern eben auch ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ)
2. Früher Einstieg ins Berufsleben
Während Gymnasiasten und Studenten erst nach jahrelanger Ausbildung zum ersten Mal arbeiten können, verdient man durch eine Lehre schon früh Geld. Auch während des Studiums kann man, im Gegensatz zu Gymnasiasten, in einem gut bezahlten Job weiterarbeiten, da man ein EFZ hat. Viele Gymnasiasten suchen während des Studiums vergeben nach guten Jobs und finden aufgrund von mangelnder Arbeitserfahrung keine.
Gerade die Berufserfahrung ist auch im späteren Verlauf essenziell, beispielsweise bei der Stellensuche nach dem Studium, wobei man durch die Kombination aus Abschluss und Berufserfahrung schnell eine gute und passende Stelle findet. Ausserdem kann durch die Lehre schon früh ein berufliches Netzwerk aufgebaut werden, auf welches man im späteren Berufsleben zurückgreifen kann.
3. Gleiche Möglichkeiten wie mit dem Gymnasium
Wer die Berufsmaturitätsschule abgeschlossen hat, kann sich ohne Auflagen an einer Fachhochschule für einen Studiengang anmelden. Mit einer angehängten Passerelle ist es zudem auch möglich, an der Universität oder an der ETH zu studieren. Es stehen einem also alle Türen offen.
4. Exzellente Karrierechancen
In der Schweiz sind Fachkräfte mit Berufsmaturität sehr gefragt, da sie theoretisches Wissen mit praktischer Arbeitserfahrung verbinden. Viele Führungskräfte und Unternehmer haben ihre Karrieren mit einer Berufslehre begonnen: Wer praktische Erfahrung mitbringt, wird oft denen vorgezogen, die noch keine Erfahrung haben. Viele Unternehmen setzen mittlerweile auf Abgänger der Fachhochschulen, da sie bereits in die Berufswelt eingeführt sind.
5. Effizienter Weg zum Ziel
Wer bereits weiss, in welche berufliche Richtung er sich orientieren möchte, für den ist die Berufsmaturität der beste Weg. Das Gymnasium ist ideal für diejenigen, die sich unsicher sind, welchen Weg sie später einschlagen möchten. Wer bereits ein festes Ziel vor Augen hat, der kann mit der Berufsmaturität gleich zwei wichtige Qualifikationen auf einmal erlangen.
Zusammenfassend kann gesagt werden: Die Berufsmaturität ist längst kein „Plan B“ mehr, sondern eine gleichwertige, oder sogar bessere, Alternative zum Gymnasium. Sie ist perfekt für alle, die praxisorientiert lernen, bereits eine berufliche Richtung vor Augen haben und finanziell früh auf eigenen Beinen stehen wollen. Wer an einer Fachhochschule studieren möchte, schlägt mit der BMS den effizientesten Weg ein, da man die nötige Arbeitserfahrung und das Reifezeugnis direkt kombiniert. Kurz gesagt: Du hältst dir alle akademischen Türen bis hin zur Universität offen, hast aber ab Tag eins einen handfesten Vorsprung auf dem Arbeitsmarkt.




